Autismus verstehen und akzeptieren

Menschen auf dem Autismus-Spektrum, wie ich es bin, sehen und erleben die Welt oft auf eine einzigartige Weise. Unsere Denkmuster, Interessen und Kommunikationsstile können von der Norm abweichen. Autismus ist eine neurologische Vielfalt und nicht, wie oft angenommen, eine Krankheit. Selbstakzeptanz und die Akzeptanz durch andere sind entscheidend für unser Wohlbefinden.

Die Herausforderung der Enttäuschung

Es ist unvermeidlich, dass wir im Leben auf Enttäuschungen stoßen. Für Menschen wie mich können diese Enttäuschungen jedoch besonders intensiv sein. Soziale Interaktionen und zwischenmenschliche Beziehungen können kompliziert sein und Missverständnisse können leicht auftreten. Oft fühlte ich mich nicht richtig verstanden oder akzeptiert.

Verlust von Verbindungen

Der Verlust von Beziehungen, sei es durch Missverständnisse, Kommunikationsschwierigkeiten oder andere Gründe, sind besonders schmerzhaft. Menschen auf dem Autismus-Spektrum können Schwierigkeiten haben, soziale Bindungen zu knüpfen und aufrechtzuerhalten. Der Verlust eines Freundes oder geliebten Menschen kann uns tief treffen und Gefühle der Isolation verstärken.

Umgang mit Emotionen und Verlust

Es ist wichtig zu verstehen, dass es normal ist, Emotionen wie Enttäuschung, Traurigkeit und Wut zu fühlen, wenn Beziehungen enden oder Erwartungen nicht erfüllt werden. Diese Emotionen zu verarbeiten ist wichtig und ich habe bisher nur gelernt, damit zu leben und es zu akzeptieren. Diese zu verarbeiten ist extrem schwer für mich. Oft erlebe ich in Zeiten von Verlust und Enttäuschung mehrere Meltdowns, die mit Alkoholexzessen und anderem selbst verletzenden Verhalten einhergehen.

Ich bin in einer Phase, in der ich aktiv lerne, mit solchen Emotionen umzugehen. Leider fällt es mir sehr schwer und ich falle in immer tiefere Löcher. Oft bereue ich meine Entscheidungen, aber ich versuche, sie zu akzeptieren.

Ich weiß, dass es mit mir manchmal schwierig und anstrengend sein kann. Oft spreche ich über Themen, die für andere nicht von Bedeutung sind und über die sie nicht nachdenken.

Wie würdest du damit umgehen?

Von Steffi

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