Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin ein Unmensch.

Ich glaube nicht, dass das stimmt. Ich denke, fühle und verstehe anders als andere Menschen. Das können viele nicht nachvollziehen. Die Gesellschaft würde mich wohl als „kalt“ bezeichnen. Dabei kann ich mitfühlend sein. Ich weiß nur oft nicht, wie ich jemanden unterstützen oder beraten soll. Ich habe gelernt, dass schweigen oft am besten ist. Dann heißt es aber wieder „War ja klar, dass du dazu nichts sagst.“

Ich sehe die Welt mit anderen Augen. Ich schaue auf die Details. Aus den Details heraus versuche ich das große Ganze zu verstehen. Oft gelingt mir das nicht und ich muss vieles hinterfragen. Das führt dazu, dass die Menschen, die ich versuche zu verstehen, die Augen verdrehen oder zu einer ungerechten Meinung kommen. Mittlerweile weiß ich auch, dass es nicht gerade sinnvoll ist, alles auf eine chemische Reaktion im Gehirn zu schieben. Der Mensch lebt von Emotionen und handelt auch danach. Klar, dass es mir schwerfällt, das zu verstehen, aber ich kenne es nicht anders.

Kann ich mich emotional anpassen? Nein. Das ist aber nicht die Frage, deren Antwort mich am meisten interessiert.

Die für mich wesentliche Frage lautet:

„Muss ich mich denn immer anpassen?“ 

Um das herauszufinden und Antworten zu bekommen, schreibe ich. Das Schreiben befreit mich von negativen Emotionen und hilft mir, diese zu verarbeiten.

Von Steffi

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